„500 geniale ChatGPT-Prompts" — Sammlungen wie diese gibt es zu Tausenden, und sie haben ein gemeinsames Problem: Sie bestehen aus Einzeilern ohne Kontext. „Schreibe einen Marketingplan für mein Unternehmen" liefert Durchschnitt, egal wie gut das KI-Modell ist. Gute Business-Prompts funktionieren anders.
Die vier Bausteine eines Prompts, der wirklich arbeitet
- Dein Material: Die KI kennt dein Business nicht — gib ihr deine Positionierung, deine Zielgruppe, echte Zitate aus Kundengesprächen. Ein Prompt ohne dein Material produziert Texte, die zu jedem passen und deshalb für niemanden funktionieren.
- Eine präzise Aufgabe mit Struktur: Nicht „hilf mir bei der Konkurrenz", sondern: „Liste die 8–10 wichtigsten Anbieter mit Zielgruppe, Preismodell und Positionierung; werte ihre Nutzerbewertungen aus; identifiziere, was ALLE schlecht bedienen."
- Regeln und Verbote: „Keine Suggestivfragen", „maximal 90 Wörter", „keine Floskeln, die in einer Massenmail stehen könnten" — Verbote formen das Ergebnis stärker als Wünsche.
- Eine definierte Rolle oder Haltung: „Spiele den kritischen Investor", „sei kein Ja-Sager" — die Standardhaltung jeder KI ist Gefälligkeit. Für Geschäftsentscheidungen ist Widerspruch wertvoller.
Beispiel 1: Problemrecherche (statt „gib mir Geschäftsideen")
Beachte den Unterschied zur üblichen Frage nach „Ideen": Dieser Prompt sucht Probleme in den Worten der Betroffenen — denn ein Business beginnt bei einem Problem, für das Menschen zahlen, nicht bei einer Idee, die dir gefällt.
Beispiel 2: Die Einwand-Simulation (der unterschätzte Klassiker)
Zehn Minuten mit diesem Prompt, bevor du dein Angebot verschickst, ersetzen das unangenehme Lernen im echten Kundengespräch. Wer „zu teuer" zum ersten Mal in der Simulation hört, antwortet im Ernstfall ruhig.
Vom Einzel-Prompt zum System
Der eigentliche Sprung passiert, wenn Prompts aufeinander aufbauen: Die Erkenntnisse aus der Problemrecherche füttern den Positionierungs-Workshop, die Positionierung füttert die Website-Texte, die Gesprächsnotizen füttern den Angebots-Generator. 26 solcher aufeinander aufbauender Prompts — von der ersten Recherche bis zur Referenz-Anfrage nach dem Projekt — bilden den Werkzeugkasten des Buchs „Starte dein Business mit KI".
Die komplette Prompt-Bibliothek
Alle 26 Business-Prompts, eingebettet in das System, zu dem sie gehören: 5 Phasen vom validierten Problem zum ersten zahlenden Kunden. In der Premium-Ausgabe als eigene Datei zum direkten Kopieren.
Zum Buch — ab 9,99 €Häufige Fragen
Funktionieren die Prompts mit jedem KI-Tool?
Ja — mit Claude, ChatGPT, Gemini und jedem aktuellen Assistenten. Für Recherche-Prompts brauchst du ein Tool mit Internetzugang. Die Prompts beschreiben Aufgabe, Material und Regeln; das ist modellunabhängig.
Muss ich Prompts „lernen"?
Die vier Bausteine oben sind das ganze Geheimnis — kein Geheimwissen, keine Zauberformeln. Wichtiger als Prompt-Technik ist, was du hineingibst: dein Material, deine Entscheidungen, dein Urteil über das Ergebnis.
Veralten Prompts nicht ständig?
Einzeiler-Tricks veralten mit jedem Modellwechsel. Prompts, die Aufgabe, Kontext und Regeln sauber beschreiben, werden mit besseren Modellen besser — sie sind Arbeitsanweisungen, keine Exploits.